Go wild or go home – Der Hype um den Black Friday

Der Countdown läuft schon und der Einzelhandel erwartet sehnlichst einen der umsatzstärksten Tage des Jahres – den Black Friday! Ursprünglich aus der Finanzwelt stammend, steht der Begriff seit mittlerweile mehr als 10 Jahren ebenso für ein jährliches Shoppinghighlight, das traditionell einen Tag nach Thanksgiving am 29. November stattfindet. Thanksgiving, auf Deutsch Erntedankfest, ist in den USA, anders als hierzulande, einer der wichtigsten Feiertage.

Mit dem Black Friday läuten die Amerikaner üblicherweise die vorweihnachtliche Shoppingzeit ein. 2006 hat Apple erstmalig Black Friday-Angebote eingeführt und seitdem hat sich dieser Brauch auch in Europa verbreitet – schneller als Halloween. Auch in Österreich erzielte der Einzelhandel an diesem Tag letztes Jahr sowohl online als auch in den Geschäften Rekordumsätze.

Wie ist der Begriff entstanden?

Es gibt keine eindeutige Theorie zu der Entstehung des Black Fridays. Zu den bekanntesten Annahmen zählen unter anderem die folgenden:

  • Der große New Yorker Börsencrash ging am 29. Oktober 1929 in die Geschichte ein. Dieses Datum fiel auf einen Donnerstag. Durch die Zeitverschiebung hat es jedoch erst am nächsten Tag für Panik an den europäischen Aktienmärkten gesorgt und so wurde damals der Begriff Black Friday geprägt. Es wird daher vermutet, dass der Börsencrash wenig mit dem Shoppingtag im November zu tun hat.
  • Eine verbreitete Theorie besagt, dass am Tag nach Thanksgiving ein beachtlicher Umsatz erreicht wird und der Einzelhandel somit schwarze Zahlen schreibt.
  • Eine andere Erklärung wäre, dass der Name teilweise aus der „schwarzen Masse“ abgeleitet wird. Beim Chaos nach dem Börsencrash 1929 rannten Menschenmassen auf die Straßen, um ihre letzten Ersparnisse zu retten. Das wurde dann wiederum auf die Ansammlung von Menschen auf den Einkaufsstraßen übertragen.

Alle sehen schwarz

Mittlerweile können sich auch österreichische Händler der Rabattschlacht an diesem Tag nicht mehr entziehen. Sie werben mit unschlagbaren Deals und einzigartigen Schnäppchen.

Alles nur Konsumzwang?

Es ist nahezu unmöglich den Angeboten zu widerstehen. Man braucht nichts, aber man lässt sich mitreißen. Das Lieblingsparfüm zum günstigeren Preis zu ergattern ist nachvollziehbar. Die Aktion gilt aber nur ab einem Mindestverkaufswert von 80 Euro. Macht nichts! Dann nehmen wir eben noch etwas anderes dazu, sprengen sogar die 80 Euro und verlassen das Geschäft voller Glücksgefühle – es hat sich gelohnt!

Was sich wirklich lohnt, ist genauer hinzuschauen.

Vermeintliche Schnäppchen sind nicht zwangsläufig auch immer welche. Die Händler geben meistens einen höheren Preis an, sodass der Black-Friday-Rabatt deutlich größer erscheint. Außerdem werden wir dadurch ermutigt, mehr als ursprünglich geplant zu kaufen, weil wir Angst haben, dass uns etwas entgeht. Mit unseren hilfreichen Tipps kannst du sogar im Alltag sparen.

Fernsehgeräte unter den Top-Deals

In Wahrheit sticht aber vor allem eine Kategorie heraus, nämlich die Unterhaltungselektronik. Bei Lautsprechern kann man im Durchschnitt 15 % sparen. Ähnlich sieht es bei Kopfhörern und Fernsehgeräten aus, wo man auf eine Ersparnis von durchschnittlichen 10 % bzw. 9 % kommt.

Sicherlich kann man auch bei anderen Kategorien sparen. Es geht nur darum, zu realisieren, dass es sich beim Black Friday um eine globale Marketingaktion handelt. Gewöhnlicherweise findet man auch zu anderen Anlässen gute Schnäppchen. Man sollte sich daher bewusst im Vorhinein überlegen, was man tatsächlich braucht und sich (so gut es eben geht) nicht von solchen Aktionen überlisten lassen.

5 Dinge, die du außer Shoppen am Black Friday machen kannst

Wir haben dir ein paar Tipps für ein Anti-Black-Friday-Programm zusammengestellt:

  1. Veranstalte ein Friendsgiving und koche für deine Freunde ein tolles Abendessen.
  2. Mach einen Filmemarathon.
  3. Lies ein Buch, das du schon mehrmals angefangen, aber nie fertiggelesen hast.
  4. Miste deinen Kleiderschrank aus und schaff Platz statt ihn weiter zu füllen.
  5. Pack deine Weihnachtsdekoration aus – es ist offiziell erlaubt!

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