Zusammenziehen mit dem Partner – wer zahlt was?

kleine Wohnung Pärchen

In diesem Blogbeitrag möchte ich ein Thema ansprechen, das so ziemlich jeden von uns einmal betrifft, über das sich viele aber im Vorfeld wenig Gedanken machen: das Zusammenziehen mit dem Partner und die damit verbundene Finanzfrage:

  • Wie teilt man sich die monatlich und täglich anfallenden Kosten auf?
  • Wer kümmert sich um was?
  • Gibt es ein gemeinsames Konto oder hat jeder (nur) sein eigenes?

In jeder Beziehung werden diese und ähnliche Fragen anders beantwortet. Ich selbst lebe schon länger mit meinem Partner in einer Mietwohnung zusammen und möchte euch einen Einblick geben, wie wir unsere Finanzen regeln. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass die Art und Weise, wie ich es mit meinem Partner handhabe nicht für jeden ideal ist und es sicherlich auch andere Möglichkeiten gibt.

Die Aufteilung unserer Ausgaben

Das für viele wohl spannendste ist, dass mein Partner und ich uns die Kosten nicht genau 50/50 aufteilen. Für einige von euch mag das vielleicht eigenartig klingen, aber wir haben beschlossen, uns an den jeweiligen Gehältern zu orientieren. Ich verdiene momentan (leider) viel weniger als mein Freund und so empfinden wir beide es als fair, wenn sich jeder an den Kosten im Verhältnis zu seinem Gehalt beteiligt.

In unserem Fall übernimmt mein Partner die Kosten für Miete, Garage und Autoversicherung. Ich hingegen zahle die Nebenkosten für die Wohnung (Strom, Gas, Hausratsversicherung) und kümmere mich um alltägliche Anschaffungen wie Nahrungsmittel, Kosmetik und Putzmittel. Hinzu kommen noch die Handy- und Internetrechnung. Kommt es zu einer größeren Anschaffung wie z. B. einer Waschmaschine oder einem Fernseher, teilen wir uns auch in diesem Fall die Kosten nicht zu 50 %, sondern im Verhältnis zum Verdienst auf.

Gemeinsames Konto oder Einzelkonten?

Mein Partner und ich besitzen kein gemeinsames Konto. Ich kenne viele Paare, die ihren Haushalt nach dem 3-Konten-Modell managen: Jeder hat sein eigenes Konto und besitzt noch ein gemeinsames Haushaltskonto, in das jeder eine bestimmte Summe einzahlt. Von diesem Haushaltskonto werden dann alle gemeinsamen Ausgaben wie Miete, Versicherungen und Lebensmittel bezahlt. Ich persönlich finde zwar das 3-Konten-Modell übersichtlicher, habe es aber noch nicht geschafft meinen Freund davon zu überzeugen 😉.

Kaffee und Block

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Gemeinsame Rücklagen

Abseits von laufenden Ausgaben wie Miete & Co ist uns beiden wichtig , dass jeder von uns einen Notgroschen besitzt. Diesen haben sich mein Freund und ich in den letzten Jahren angespart. In unserem Fall macht das fünf Nettogehälter pro Person aus. Dieses Polster rührt keiner von uns an, außer es handelt sich um größere Anschaffungen wie Haushaltsgeräte oder große Reparaturen. Wurde ein Teil des Ersparten entnommen, füllen wir es möglichst zeitnah wieder auf. So sind wir immer für größere und vor allem ungeplante Ausgaben gerüstet. Alles was darüber hinaus angespart wird, ist ein zusätzliches Plus für jeden.

Egal wie ihr es am Ende handhabt, wichtig ist, dass ihr mit eurem Partner/eurer Partnerin sehr offen über eure Finanzen kommuniziert. Ich war geschockt, als ich die Studie der Consorsbank (via Frankfurter Allgemeine*) gelesen habe. Diese ergab, dass nur 59 % der Befragten wissen, wie viel der eigene Partner verdient – die anderen 41 % nicht. Wenn man schon diesen großen Schritt wagt, zusammen zu ziehen, dann darf Geld kein Tabuthema sein.

Wie regelt ihr dieses Thema? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Bis bald,

 

eure Nikolina

 

*Quelle: https://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/ueber-geld-spricht-man-nicht-tabuthema-unter-deutschen-13738804.html