Glaubenssätze und Ansichten – Finanzen anders betrachtet

Block und Getränk auf dem Tisch

Es sind kleine Schritte, aber doch hat sich mein Mindset in den letzten Monaten geändert und ich betrachte heute viele finanzielle Themen auf eine andere Art und Weise. Es ist erstaunlich, wie sehr der Mensch festgefahren ist und an Glaubenssätzen und Ansichten festhält, ohne sie zu hinterfragen und von einem anderen Blickwinkel zu betrachten– mich inklusive.

Erst als ich anfing, mich tiefer mit dem Thema Finanzen zu befassen, änderten sich viele meiner Ansichten. Woran liegt das, dass wir so festgefahren sind? Ich glaube, wenn wir uns mit Menschen umgeben, die beispielsweise behaupten „Aktien sind viel zu kompliziert“, wir uns das gewissermaßen einreden lassen. Wenn jeder im Verwandten- und Bekanntenkreis so denkt, folgen wir diesem „Herdenverhalten“. Gibt es jedoch ein paar Bekannte, die sich mit Aktien beschäftigen, hat man einen anderen Zugang dazu.

In meinem Fall war der Auslöser dieser Blog. Ich öffnete mich für das Thema Finanzen, fing an mich mehr damit auseinander zu setzen und hörte mir andere Meinungen an. So begann ich meine Glaubensansätze und Ansichten zu hinterfragen. Einiger dieser Ansichten, die ich im Zuge dessen in Frage stellen musste, möchte ich euch vorstellen. Ich glaube, dass ihr euch in vielen Punkten wiederfinden werdet und hoffe, dass ich euch zum Nachdenken bringen werde.

Ansicht 1: Geld macht nicht glücklich

Hand aufs Herz, wie viele von euch haben es schon gehört oder sogar selber gesagt? Nun, kein oder wenig Geld macht uns auch nicht wirklich glücklich, oder? Ich hätte nichts dagegen, etwas mehr auf dem Konto zu haben, um mir einige meiner Träume zu erfüllen, etwas Gutes damit zu tun oder in meine Altersvorsorge zu investieren. Oft wird man gleich als hochnäsig abgestempelt, wenn man sagt, dass Geld eben doch zum Glück beiträgt. Es ist nichts Schlechtes dabei, Geld als Teil von Glück zu sehen. Natürlich ist es individuell wie viel uns glücklich macht, aber mit Geld ist das Leben um einiges einfacher.

glückliche Frau

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Ansicht 2: Angestelltenverhältnisse geben Sicherheit

Ich habe einen klassischen 9-to-5-Job und bekomme pünktlich am Monatsende mein Gehalt überwiesen – ein „sicheres“ Einkommen würde man meinen. Viele von uns hängen aber von dieser einen Quelle zu 100 % ab. Was aber, wenn man gekündigt oder schlimmstenfalls sogar berufsunfähig wird? Dann fällt diese eine Einkommensquelle komplett weg. Wenn man es sich also recht überlegt, hat ein Angestelltenverhältnis sehr wenig mit Sicherheit zu tun. Eine umso wichtigere Rolle nimmt deswegen das passive Einkommen ein. Gerade heutzutage sind die Möglichkeiten so vielfältig, passives Einkommen in Form von Investments wie Aktien und skalierbaren Modellen (z.B. ein Buch schreiben. Das machst du nur einmal und verdienst ortsunabhängig mit einmaligem Einsatz Geld damit) zu generieren.

Ansicht 3: Über Geld spricht man nicht

Das Thema Geld ist (wenn ich von Österreich und Deutschland ausgehe) noch immer ein Tabuthema. Über Kosten des Eigenheims oder des Autos wird nicht geredet, geschweige denn über das Einkommen. Vor allem beim Einkommen entstehen in unserer Gesellschaft schnell Neidgefühle. Geschwiegen wird sogar in den eigenen vier Wänden darüber. Eine Studie der Consorsbank (via Frankfurter Allgemeine) ergab, dass nur 59 % der Befragten wissen, wie viel der eigene Partner verdient, die anderen 41% nicht. Natürlich ist es nicht so einfach, ein Thema zu enttabuisieren, aber mit wem sollten wir über Geld sprechen, wenn nicht mit den Personen in euren vier Wänden? Ich beispielsweise rede mit meinem Partner sehr offen darüber und wir wissen wie viel jeder von uns verdient. Wie sollen wir sonst unsere gemeinsame Zukunft planen?

Auch Eltern haben schon viel erlebt und diese Erfahrungen kann man nutzen, um von ihnen zu lernen, weshalb ich auch begonnen habe mit ihnen über Finanzen zu reden. Jeden Tag haben wir mit Geld zu tun und thematisieren es trotzdem nicht. Schon eigenartig, oder? Wir können das ändern, indem wir unsere Ansichten ändern, unser Wissen austauschen und aus Erfahrungen anderer lernen. Ein guter Anfang ist hier, wie schon gesagt, der Partner, die Familie oder auch die beste Freundin, mit der man ja schon sowieso viele intime Sachen teilt.

Ansicht 4: Ausgeben gleich Sparen

„Stell dir vor, ich habe 50 Euro für die Schuhe ausgeben, dabei habe ich 30 Euro gespart!“ So würde es jeder von uns sagen. Doch bei genauerer Betrachtung, wird das Wort sparen im falschen Kontext angewendet. Schließlich werden nicht 30 Euro gespart, sondern 50 Euro ausgegeben. 50 Euro, die man auch investieren hätte können, damit sich das Geld vermehrt. Bei dieser Richtigstellung denkt man gleich anders und überlegt vorher, ob man die Ausgabe wirklich tätigen will.

Ich hoffe, ich konnte ein paar Denkanstöße und Anregungen geben.

Bis bald,

eure Nikolina

 

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