#moneyvember: Mein Erfahrungsbericht nach der großen Budget Challenge

Bedienen einer App

Heute möchte ich euch von der #moneyvember Challenge erzählen, die, wie auch schon der Name verrät, im November stattgefunden hat. Ich war schon immer ein Fan von Challenges und habe bereits vor Kurzem eine 3 Tage Detox Challenge gemacht. Meine Erfahrungen dazu könnt ihr hier nachlesen. Dieses Mal aber wollte ich mich an etwas Längerfristigem wagen und entdeckte die #moneyvember Budget Challenge von der lieben Finanzbloggerin Margarethe von fortunalista.de.

Die #moneyvember Budget Challenge

Bei dieser Art von Herausforderung geht es vor allem darum, zu lernen, viel bewusster mit seinen Finanzen umzugehen und sich ein Ziel zu setzen. Margarethe fing selbst bereits im Oktober an, und setzte sich ein Ausgabenlimit von 400 Euro (von 1.10. – 31.10.). Mit diesem Geld sollten alle variablen Kosten wie Lebensmittel, Freizeit und andere Einkäufe abgedeckt werden. Fixe Kosten wie Miete und andere Rechnungen sind hier natürlich ausgeschlossen. Ich fand es interessant, dass Margarethe die Challenge wie eine Art Fasten sieht, das nicht nur gut für die Geldbörse ist, sondern auch für das Mindset. Diese Aussage kann ich zu 100 % bestätigen, dazu aber später. Von der Neugier gepackt, beschloss ich mitzumachen (für uns – also alle, die teilnehmen wollten, startete die Challenge am 1.11.). Das Tolle daran: Jeder konnte mitmachen! Egal, ob man sich endlich um seine Finanzen kümmern wollte, rote Zahlen schrieb oder für eine bestimmte Sache sparen wollte. Hauptsache, man fängt an!

Der Ablauf

Ich meldete mich via Mail für die Challenge an und bekam ab 1. November wöchentliche Mails mit Anweisungen und vielen Tipps. Damit ihr euch das inhaltlich vorstellen könnt, habe ich euch die Kernaussagen aus diesen wöchentlichen Mails kurz zusammengefasst:

  1. Setze dir ein realistisches Ziel. Am besten du schreibst es dir auf, damit du es immer vor Augen hast.
  2. Lade dir eine Money Tracking App runter, um deine Ausgaben zu dokumentieren. Ich habe mich für Monefy entschieden, da sie sehr leicht zu handhaben ist. Du kannst aber auch ein Haushaltsbuch führen. Meine Tipps dazu findest du in diesem Beitrag.
  3. Versuche bewusst zu konsumieren. Sollte dich die spontane Shoppinglust packen, gehe nach der 3-7-14 Regel vor. 3 Tage wartest du, bis du das Teil wirklich kaufst. Hast du dir ein Teil gekauft, es aber nach 7 Tagen noch nicht angehabt, dann ist es Zeit, dieses Teil wieder zurück zu geben. Alles, was über einen bestimmten Betrag hinausgeht (das kann ein Limit von 50 Euro oder auch 200 Euro sein, das entscheidest du selbst), wird 14 Tage auf die Wartebank gesetzt. Solltest du noch immer heiß auf das Stück sein, dann kaufe es dir.
  4. Damit du auch wirklich bewusster über deinen Konsum nachdenkst, schau dir unbedingt diese Reportage an: die gelenkte Konsumgesellschaft.
  5. Da du jetzt schon eine Weile deine Ausgaben verfolgst, nimm sie nun genauer unter die Lupe und schaue, wo noch Verbesserungspotenzial ist. Kaufst du dir jeden Tag deinen Coffee-To-Go oder gehst du vielleicht ohne Einkaufsliste einkaufen? Egal was es ist, versuche es zu ändern.
  6. Mindset: Verbanne negative Glaubenssätze und wandle sie in positive um, wie z.B: Ab sofort möchte ich sorgsam mit meinem Geld umgehen.
  7. Mache dich von Dingen frei! Erst wenn du Ordnung in dein Leben bringst, fällt es dir leichter zu handeln – auch bei deinen Finanzen!
  8. Steckst du in einer misslichen finanziellen Lage, dann schaffe dir neue Einkommensquellen und verhandle geschickt dein Gehalt!
  9. Lege 10 % deines Nettoeinkommens gleich nach Eingang auf deinem Konto zurück und baue dir ein Notfalldepot auf.
Arbeitsplatz

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Mein Fazit und Learnings

Nun, wie erging es mir während und nach meiner persönlichen #moneyvember Challenge? Ich muss zugeben, dass es manchmal gar nicht so einfach war, gleichzeitig war und bin ich aber sehr stolz auf mich. Zuerst einmal zu meinem Ziel: Ich wollte bewusster Geld ausgeben und Schritt für Schritt meine Ausgaben analysieren, um Verbesserungspotenzial zu entdecken. Ich setzte mir ein Ausgaben-Limit von 500 Euro für den Zeitraum von 1.11. – 31.11. Nachdem ich am Ende alles in meine App eingetragen hatte, kam ich auf 520 Euro. Also 20 Euro mehr, als erwartet. Ist das jetzt etwas Schlechtes? Ich finde nicht, da der November für mich persönlich ein Monat war, in dem sowohl ein Geburtstag als auch ein Wochenendbesuch anstanden und ich trotzdem fast innerhalb meines selbstgesteckten Rahmens geblieben bin. Oft gibt es Monate, die vollgepackt sind mit Ereignissen, nichtsdestotrotz ist es für jeden schaffbar sich Ziele zu stecken und dadurch bewusster mit seinen Finanzen umzugehen!

Was habe ich daraus gelernt?

In Zukunft werde ich mir einen wöchentlichen Essensplan zusammenstellen und bewusst nach diesem einkaufen. Oft mache ich nach der Arbeit einen Abstecher zum Supermarkt, um Essen zu kaufen. Macht man das zwei, drei oder gar vier Mal pro Woche, kommt doch einiges an Ausgaben zusammen.

Die Challenge änderte tatsächlich mein Mindset. Und zwar dahingehend, dass ich nun wirklich versuche ausschließlich positive Glaubenssätze anzuwenden. Zugegebenermaßen könnte mein Gehalt höher sein. Manche werden vielleicht sagen, ich soll verhandeln gehen. Aber uns wurden Gehaltserhöhungen für dieses Jahr gestrichen. Also entschied ich mich dazu, eine weitere Einkommensquelle zu suchen. Und aus: „Ich verdiene so wenig“ wurde „Es geht nicht nur darum, wie viel man gerade verdient, sondern was man aus dieser Situation macht“. Diese Herangehensweise hat mir in vielerlei Hinsicht geholfen. Ich versuche manche Dinge anders anzupacken, mich laufend zu challengen und die Kontrolle über meine Finanzen ganz allein selbst zu übernehmen.

Worauf bin ich stolz?

Wie schon oben erwähnt, spürte ich bereits während dieser Zeit auch Stolz. Obwohl in diesem Moment viele Ereignisse stattfanden, schaffte ich es trotzdem mein Limit einzuhalten (okeey, 20 Euro mehr als gedacht, aber immerhin: )). Auch als ich mir einen schönen Pulli zulegen wollte, hatte ich ihn eine Zeit lang im Warenkorb – nach ein paar Tagen siegte die Vernunft und der Pulli wurde nicht gekauft. An ihn denken tue ich auch nicht mehr.

Viele der Tipps von Margarethe habe ich schon vor der Challenge umgesetzt, wie beispielsweise sich von Dingen frei zu machen. Ich habe mich die letzten 2 Jahre viel mit Minimalismus beschäftigt und Raum für Raum ausgemistet, um Ordnung zu schaffen. Dieses Gefühl ist so erleichternd! Ich kann euch zu diesem Thema das Buch von Marie Kondo: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert empfehlen. Arbeitet euch Schritt für Schritt durch und ihr werdet merken, wie toll es ist! Eine weitere Sache, die ich schon seit langem mache, ist, sobald mein Gehalt auf dem Konto ist, eine Summe zurückzulegen. Meistens 15 % meines Gehalts. Einen Notgroschen habe ich mir ebenfalls schon vorher zurückgelegt.

Wie geht es nun weiter?

Die App Monefy ist bei mir noch immer im Einsatz. Ich notiere meine Ausgaben, suche nach Verbesserungspotenzial. Für Dezember habe ich mir ein Ausgaben-Limit von 450 Euro gesetzt. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten!

 

Habt ihr so eine Challenge schon einmal gemacht? Interessiert es euch, sie auszuprobieren? Ich freue mich auf eure Meinung.

Bis bald,

eure Nikolina

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