Weniger ist mehr – bewusster Konsum

bewusst, Konsum, Projekt, Geld, sparen, weniger, mehr

Wer meinen letzten Blogpost gelesen hat, weiß, dass es monatsweise Schwerpunkte geben wird. Die nächsten Wochen werden sich zum Beispiel rund ums Sparen im Alltag drehen. Bevor ich allerdings zu meinen Tipps komme, möchte ich euch noch ein paar Worte zum bewussten Konsum mit auf den Weg geben. Erst wenn ihr euch einmal vor Augen geführt habt, was ihr wirklich braucht und worauf ihr getrost verzichten könnt, schafft ihr es langfristig, Geld auf die Seite zu legen – und dabei ist es egal, wie viel Geld ihr verdient.

Konsumfallen erkennen und vermeiden

Die englische Journalistin Michelle McGagh hat sich genau diese Frage gestellt. Vielleicht habt ihr schon mal von ihr gehört. Sie war – wie sie es selber nennt – in einem „Konsum Kreislauf“ gefangen: Sie gab Geld für Dinge aus, ohne darüber nachzudenken, wofür sie sie brauchte. Aus diesem Grund beschloss sie, ein Jahr lang nur das Nötigste einzukaufen. Sie setzte sich ein Wochenlimit von 35 Euro, die sie für Lebensmittel und Hygieneprodukte ausgeben wollte. Restaurant- und Kinobesuche, Coffee to go, neue Kleidung – all das war tabu. Ihr Fazit nach dem einjährigen Experiment: Viel gespartes Geld und die Einsicht, dass man gar nicht so viel Materielles braucht, um glücklich zu sein. Michelle ist nicht die Einzige, die ihren Konsum auf ein Minimum reduzierte. Auch die Österreicherin Nunu Kaller kaufte ein Jahr lang keine Kleidung und befasst sich grundsätzlich kritisch mit der heutigen Konsumgesellschaft sowie gängigen Schönheitsidealen. Und die Quintessenz daraus?

bewusst, Konsum, Projekt, Geld, sparen, weniger, mehr

Sparen heißt mehr vom Leben haben

Natürlich bedeutet das nicht, dass ihr ab sofort auf alles verzichten sollt. Viel mehr möchte ich euch zum Nachdenken anregen. Brauchen wir wirklich das hundertste Paar Schuhe oder 10 Parfums in unserer Kosmetiklade? Und würde es sich nicht vielleicht sogar auszahlen, etwas mehr Geld für das nächste T-Shirt oder die nächste Jeans auszugeben, dafür aber auf gute Qualität und faire Herstellung zu achten? Wir geben zwar einmalig mehr aus, haben aber sicher länger etwas von den einzelnen Kleidungsstücken und müssen sie nicht bereits nach dem dritten Waschgang durch neue ersetzen. So können wir langfristig nicht nur Geld sparen, sondern tun gleichzeitig auch etwas Gutes. Das Ziel: Hin zu einem bewussteren Leben und weg vom Wegwerfkonsum. All das kann und muss natürlich nicht von 0 auf 100 passieren, es ist ein langsamer Prozess und jeder Einzelne muss sich individuell für sich, seine Lebenssituation und seinen Lebensstil anschauen, was er ändern könnte und vor allem auch möchte. Umso mehr man sich jedoch damit auseinandersetzt und beginnt, seinen Alltagskonsum kritischer zu hinterfragen, desto mehr Geld bleibt am Ende übrig, um kleine und große Träume zu verwirklichen. Das kann dann auch ruhig etwas Materielles sein. Ich habe mir beispielsweise vor einem Jahr eine Kamera zugelegt, da ich meine Leidenschaft für das Fotografieren entdeckt habe. Jeden Monat legte ich mir eine bestimme Summe, die ich gut entbehren konnte, zurück. Nach sechs Monaten war es dann soweit und ich durfte die Kamera endlich in meinen Händen halten. Auf was ich verzichtet habe? Ich habe während dieser Monate meine Einkäufe reduziert – Kleidung, Kosmetik und Online-Shopping – gekauft habe ich nur das Allernötigste. Was mir gefehlt hat? Wirklich nichts! Wie ihr seht, ist alles möglich, egal welchen Traum ihr euch erfüllen möchtet! Und mit einem etwas minimalistischeren Lebensstil können schließlich nicht nur eure Träume wahr werden, sondern ihr tut auch der Umwelt etwas Gutes!

Bis bald,

eure Nikolina

Vielleicht gefällt dir auch